Einleitung
Vision
Unsere Schule versteht sich als eine lernende Gemeinschaft, die die Chancen des digitalen Wandels aktiv nutzt, um eine förderbedarfsorientierte, individuelle und zukunftsorientierte Bildung für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Unser gemeinsames Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt selbstbewusst, verantwortungsvoll und kompetent zu bewegen.
Grundwerte
- Individualisierung: Wir nutzen digitale Medien, um auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten aller einzugehen und Barrieren im Lernprozess abzubauen.
- Teilhabe und Zugänglichkeit: Digitale Bildung ist für uns ein Schlüssel zur Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitswelt. Wir sorgen für einen barrierefreien Zugang zu digitalen Lernressourcen und Technologien.
- Kompetenzorientierung: Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht die Vermittlung von digitalen Schlüsselkompetenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler zur aktiven Gestaltung ihrer beruflichen und privaten Zukunft benötigen.
- Sicherheit und Verantwortung: Wir lehren einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und sensibilisieren für Datenschutz, Urheberrecht und Cybermobbing.
Ziele digitaler Bildung
- Integration digitaler Medien in den Unterricht: Digitale Technologien werden systematisch in die didaktische Jahresplanung integriert und unterstützen die Erreichung fachlicher, sozialer und persönlicher Lernziele.
- Professionalisierung des Kollegiums: Fortlaufende Fortbildungen und der Austausch in Netzwerken, wie beispielsweise dem Arbeitskreis "Digitale Bildung der Förderschulen" der Stadt Dortmund und der Mitarbeit im Netzwerk "Zukunftsschulen NRW", sind essenziell, um die digitale Kompetenz des Lehrpersonals zu stärken und innovative Lehr-Lern-Methoden zu fördern.
- Stärkung der Medienkompetenz: Wir entwickeln die Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler kontinuierlich weiter, um sie auf ein Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorzubereiten.
- Ausbau der digitalen Infrastruktur: Die Schule fühlt sich verantwortlich, sich gemeinsam mit dem LWL als Schulträger, um eine nachhaltige Entwicklung der digitalen Ausstattung zu bemühen, um langfristig eine moderne und effektive Lernumgebung zu schaffen.
Umsetzung
Unser Leitbild für die digitale Bildung wird durch ein schulspezifisches Medienkonzept konkretisiert, das auf den Säulen der curricularen Verankerung, der didaktischen Planung, der Fortbildungsplanung, der Kooperation und der Ausstattung ruht. Es bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Schulentwicklung im digitalen Wandel. Dieses Leitbild dient als Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung des Medienkonzeptes. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie externe Partner) in den Prozess einbezogen werden, um eine breite Akzeptanz und erfolgreiche Implementierung zu gewährleisten.
Potentiale digitaler Medien
Das Lernen mit digitalen Medien im Schulkontext bietet vielfältige Potenziale, die die Bildung und Entwicklung insbesondere auch von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf maßgeblich unterstützen und bereichern können. Diese Potentiale ergänzen das zuvor formulierte Leitbild für die digitale Bildung und unterstreichen die Bedeutung der Integration digitaler Technologien in den Schulalltag.
- Individualisiertes Lernen: Digitale Medien ermöglichen eine differenzierte und individualisierte Lerngestaltung, die auf die spezifischen sonderpädagogischen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler eingeht. Adaptive Lernprogramme und Apps können den Lernstoff entsprechend anpassen und fördern so ein individuelleres, effektiveres und selbstbestimmtes Lernen.
- Interaktives und entdeckendes Lernen: Digitale Medien bieten interaktive Lernumgebungen, in denen Schülerinnen und Schüler durch Simulationen, virtuelle Experimente und Spiele aktiv und explorativ lernen können. Diese fördern die Motivation und das Engagement im Lernprozess.
- Förderung der Medienkompetenz: Der kompetente Umgang mit digitalen Medien ist eine Schlüsselqualifikation für die Teilhabe an der modernen Gesellschaft und Arbeitswelt. Durch den Einsatz digitaler Medien im Unterricht entwickeln die Schülerinnen und Schüler wichtige Fähigkeiten im Bereich der Informationsbeschaffung, -verarbeitung und -präsentation sowie ein kritisches Verständnis für Medieninhalte.
- Verbesserung der Kommunikation und Kollaboration: Digitale Plattformen und Tools ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern. Projekte können gemeinsam online bearbeitet werden und Feedbackprozesse werden durch digitale Portfolios und Foren unterstützt.
- Zugänglichkeit: Digitale Technologien und Bedienungshilfen können Barrieren im Lernprozess abbauen. Spezielle Software und Apps unterstützen Lernende mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Bedarfen, beispielsweise durch Vorlesefunktionen, Anpassung der Schriftgröße oder durch den Einsatz von Gebärdensprache und Leichter Sprache.
- Erweiterung des Lernraums: Digitale Medien eröffnen den Zugang zu einer Vielzahl von Ressourcen und Wissen über die Grenzen des Klassenzimmers hinaus. Virtuelle Exkursionen, Online-Kurse und die Einbindung externer Expertinnen und Experten bereichern den Unterricht und bieten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Lerngelegenheiten.
- Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt: Die Integration digitaler Medien in den Unterricht und die berufliche Orientierung bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt vor. Sie erwerben nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch Kompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, kritisches Denken und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen.
Diese Potentiale des Lernens mit digitalen Medien unterstreichen die Bedeutung einer strategischen und durchdachten Integration digitaler Technologien in das schulische
Medienkonzept. Es gilt, diese Potentiale gezielt zu nutzen, um die Lern- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu bereichern und sie optimal auf ihre Zukunft vorzubereiten.
Vorgaben
Nordrhein-Westfalen
Grundlage für die Vermittlung von Medienkompetenz an allen Schulen des Landes NRW ist der Medienkompetenzrahmen NRW. Dieser findet in den neuen Kernlehrplänen Berücksichtigung, wenn es um die Ausbildung von Medienkompetenzen in den einzelnen Fächern geht. In den schulinternen Curricula, die auf Basis dieser Kernlehrpläne erstellt werden, sind daher entsprechende Unterrichtsvorhaben verbindlich vorzusehen. Eine Zusammenstellung dieser Unterrichtsvorhaben, ergänzt um weitere fächerübergreifende Angebote, werden u.a. in den Kompetenzerwartungen der Jahrgangsstufen sowie im App-Katalog des vorliegenden Medienkonzeptes zusammengetragen.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Neben den pädagogischen Überlegungen haben Schulen im Umgang mit Medien jedoch auch konkrete rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten, insbesondere wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Dies ist z.B. bereits dann der Fall, wenn für Schülerinnen und Schüler persönliche Konten unter Angabe ihres vollständigen Namens angelegt werden, wenn Lehrkräfte ihre Klassen- und Lerngruppenlisten in digitaler Form speichern oder wenn Berichte über schulische Ereignisse mit Namen und Fotos auf der Internetseite der Schule veröffentlicht werden. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten in Schulen des Landes NRW gelten konkret folgende Rechtsgrundlagen:
- Schulgesetz NRW: §§ 120 - 122 SchulG NRW liefern die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie der Lehrkräfte.
- VO-DV I (Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern) und VO-DV II (Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Lehrerinnen und Lehrern): Diese auf Grundlage von § 122 Abs. 4 erlassenen Verordnungen legen fest, welche Daten in einer Schule wie und zu welchen Zwecken verarbeitet werden dürfen.
- DA ADV (Dienstanweisung Automatisierte Datenverarbeitung): Die Dienstanweisung spezifiziert die Vorgaben der VO-DV I und II und enthält als Anlage den Genehmigungsvordruck für die Nutzung privater Endgeräte durch Lehrkräfte.
- DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), DSG NRW (Datenschutzgesetz NRW): Diese allgemeinen datenschutzrechtlichen Vorschriften der EU sowie des Landes NRW gelten ergänzend zu den speziellen Regelungen des Schulgesetzes NRW.
Medienorientierter Unterricht
Medienkompetenzrahmen NRW
Auf Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW wurde das folgende Portal mit Partnerschulen aufgebaut, um allen Kolleginnen und Kollegen praxisnahe Unterrichtsbeispiele in den Bildungsgängen Geistige Entwicklung, Lernen, der Grundschule und der Hauptschule zu präsentieren:
App-Katalog
Alle Apps, welche für die Pool-iPads und die personenbezogenen iPads der Schule am Marsbruch angeschafft wurde, sind im eigenen App-Katalog (intern) inventarisiert.
Schulinterne Strukturen
Plattformen
Die folgenden Plattformen werden genutzt:
Kooperationen
Medienzentrum Dortmund
Das Medienzentrum Dortmund ist einer unserer Partnerinnen und Partner für das Lehren und Lernen mit und über digitale Medien. Es bietet Beratungen, Schulungen, Projekte und auch eine Medienausleihe für alle Schulen in Dortmund.
Home – Medienzentrum der Stadt Dortmund
Jugendkontaktbeamte
Im engen Austausch mit der Polizei Dortmund besuchen die Jugendkontaktbeamten regelmäßig die Schule, um über Themen wie Cybermobbing, Cybergrooming, Sextortion, Kinderpornografie etc. mit den Schülerinnen und Schülern zu sprechen und in den Austausch zu kommen.

Ausstattung
Hardware
- Medienecken mit Windows-Computern in den Klassen (pädagogisches Netz)
- Windows-Computer in den Fachräumen (pädagogisches Netz)
- Arbeitsplätze für Lehrkräfte (pädagogisches Netz)
- 68 Pool-iPads zur Ausleihe (Gute Schule 2020)
- iPads für UK-Team, Diagnostik-Team, Therapie und Pflege
- iPads für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte
- 140 iPads aus dem DigitalPakt I
- 144 iPads aus der Ausstattungsoffensive
- 41 Beamer
- 41 Apple TVs
- 4 mobile Smartboards
- 1 digitales schwarzes Brett
Software
- Apps über das Budget des LWL als Schulträger
- Apps über den Förderverein
- MetaSearch 9
Infrastruktur
- 100 Mbit/s Internetanbindung (Glasfaser in Planung)
- Verwaltungsnetz im Schulbüro per LAN
- Pädagogisches Netz in allen Fach- und Klassenräumen per LAN
- flächendeckendes WLAN (pädagogisches Netz + Gast-Netz)
Support
First Level Support
Alle Kolleginnen und Kollegen können bei technischen Fragen und Problemen das schulinterne Ticketsystem nutzen. Bei der Auswahl des entsprechenden Themas wird dann automatisch die richtige Ansprechpartnerin oder der richtige Ansprechpartner ausgewählt.
Second Level Support
Der fortgeschrittene Support wird durch den LWL als Schulträger gestellt. Die Kontaktaufnahme erfolgt durch den First Level Support der Schule, das Schulsekretariat oder die Schulleitung.
Medienberatende der Bez.-Reg. Arnsberg
Arbeitskreise
Schulintern
Der schulinterne Arbeitskreis "Lehren und Lernen in der Digitalen Welt" setzt sich aus interessierten Kolleginnen und Kollegen, der Fachkonferenz Informatik, den First Level Supportern sowie der Digitalisierungsbeauftragten zusammen. Fokus ist die pädagogisch-didaktische Weiterentwicklung des digitalen Lehren und Lernens.
Schulamt für die Stadt Dortmund
Im durch das Schulamt gegründete Arbeitskreis sind alle Förderschulen innerhalb der Stadt Dortmund vertreten. Über diese Vernetzung finden Austausche zur Ausstattung, zum Medienkonzept und weiteren aktuellen Themen statt.
Fortbildung
- Schulinterne Lehrerinnen- und Lehrerfortbildungen (SchiLf)
- Mikrofortbildungen
- Schulinterner Fortbildungskatalog
- Fortbildungskatalog der Bez.-Reg. Arnsberg
- Ideen und Impulse der Digitalisierungsbeauftragten
Bedarfe und Wünsche
Ausstattung
- Glasfaseranschluss mit mind. 50 Mbit/s pro Klassenraum
Fortbildung
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